Naturprodukte für gesunde Pferde in gesunden Ställen

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Weitere Informationen über Mineralstoffreiche Ergänzungen

Zitat aus Das Leitfädchen von U. Schumann-Lemken:

"… Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Mineralstoffe: Sie sind unverzichtbare Bestandteile des Körpers. Sie werden unterschieden in Mengenelemente, die der Körper in „Mengen“ braucht und Spurenelemente, von denen er nur sehr wenig, also „Spuren“ benötigt. Welches ein Mengenelement ist, erkennen Sie an der Angabe in Prozenten. Spurenelemente werden in Milligramm deklariert.


Calcium (Ca): wichtig für Knochen- und Zellaufbau, Blutgerinnung, Muskeltätigkeit, Übertragung von Nervenreizen, Zahnentwicklung usw. Calcium wird zu über 90 % im Skelett eingebaut. Ein längerer Mangel wird oft übersehen, da der Organismus Calcium aus dem Skelett entnimmt, was langfristig zur sogenannten "Knochenentkalkung" führt. Wichtiger Calciumlieferant sind Milch und Milchprodukte, deshalb müssen tragende und laktierende (milchgebende) Stuten ebenso wie wachsende Tiere ausreichend versorgt sein.

Phosphor (P): steht im engen Zusammenhang mit Ca und ist zu etwa 80 % im Skelett eingebaut. Zuwenig oder zuviel von dem einen beeinträchtigt die Verwertung des jeweils anderen Minerals. Deshalb sollte das Verhältnis Calcium zu Phosphor im Futter mindestens 1 zu 1 sein, aber nicht größer als 3 zu 1. Ideal ist ein Verhältnis von 1,2 - 1,5 zu 1. Getreide haben ein ungünstiges Ca:P - Verhältnis (zuviel P), Rauh- und Saftfutter ein besseres. Deshalb sollte die Ration daraufhin überprüft und gegebenenfalls mit einem Calciumpräparat ergänzt werden.

Magnesium (Mg): Knochen- und Zahnentwicklung, Muskeltätigkeit und Übertragung von Nervenreizen werden von Magnesium beeinflußt. Ein Mangel kann entstehen z.B. durch Störungen der Darmfunktion. Er äußert sich durch Nervosität, Unruhe und Zittern bis hin zu Muskelkrämpfen.

Kalium (K): wichtig für Wasserhaushalt, Nervenimpulse, Muskeltätigkeit, stabilen Herzrhythmus und Darmtätigkeit. Ein erhöhter Bedarf an Kalium besteht z.B. bei Durchfällen und Schweißverlust.

Natrium (Na): steht in Beziehung zu Kalium und beeinflußt ebenfalls den Wasserhaushalt usw. Natrium kommt in Grün- und Rauhfuttern oder Getreide fast immer in zu geringen Mengen vor. Zusätzliche Verluste entstehen beim Schwitzen, so daß in der Regel von einem Na-Mangel üblicher Rationen ausgegangen werden kann. Einfachste Abhilfe schaft ein Salzleckstein, am besten Meersalz-Stein, da er auch weitere Spurenelemente, wenn auch in kleinen Mengen, enthält.

Chlor (Cl): im Blut enthalten. Wichtig für den Wasserhaushalt, das Säure-Basen-Gleichgewicht, die Funktionsfähigkeit von Muskel- und Nervengewebe. Cl-Verluste entstehen durch den Schweiß. Diese Verluste werden ebenfalls ausgeglichen durch einen Salzstein: Salz ist eine Verbindung von Na und Cl, also NaCl = Natriumchlorid.

Die wichtigsten Spurenelemente

Eisen (Fe): ist wesentlich an der Blutbildung beteiligt, ein Mangel verursacht Leistungsschwäche und Infektionsanfälligkeit. Ein erhöhter Bedarf besteht bei Fohlen (Blutneubildung), bei beginnenden Training (Vermehrung der roten Blutkörperchen) oder bei Blutverlusten durch Verletzungen, Operationen oder Darmparasiten.

Kupfer (Cu): Blutbildung, Pigmentbildung (die Farbstoffe in Haut und Haar), die Verwertung von Vitamin C, aber auch die Bildung von Collagen und Elastin in Bändern, Sehnen und Gelenken werden von Kupfer beeinflußt.

Zink (Zn): beeinflußt den Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel, ist aber besonders wichtig für die Haut und das Horn.

Kobalt (Co): wichtig für die Herstellung und Verwertung des Vitamin B12, das heißt, eine dauernde Unterversorgung mit Co kann zu Vitamin B12-Mangel führen.

Mangan (Mn): für die Knochen, für den Fettstoffwechsel und die Tätigkeit der Eierstöcke.

Selen (Se): hat eine ähnliche Wirkung wie Vitamin E, ist von Bedeutung für den Muskelstoffwechsel. Selen ist bei Überdosierung sehr schädlich, da aber große Teile Deutschlands Selen - Mangelgebiete sind, ist Se im normalen Futter meist in zu geringen Mengen vorhanden. Folgen sind Muskelsteifheit, Lahmheiten, Saugschwierigkeiten bei Fohlen. Se - Zufuhr erfolgt meist durch ein Vitamin E -Präparat, das genau dosierte, geringe Mengen Selen enthalten sollte.

Jod (I): von Bedeutung für die Schilddrüse, d.h. für den Stoffumsatz im Körper. Jodmangel tritt in Deutschland z.B. in den Alpengebieten auf, in Küstennähe enthalten die Futterpflanzen in der Regel ausreichend Jod. Erhöhter Bedarf besteht auch bei übermäßiger Fütterung mit Leinsamen, bestimmten Kleearten und Rüben. …“

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